HYPOTHEKEN GLOSSAR

1. Hypothek
Fremde Darlehen
Nutzniessung zugunsten
2. Hypothek
Portfolio Hypothek
2. Säule
Gebäudevolumen
SIA
3. Säule
Gebundene Lebensversicherung
Situationsplan
Amortisation
Geldmarkt Geldmarkthypothek
Standortqualität
Ausbaustandard
   
Tragbarkeit
Ausgleichszahlung
Grundbuchauszug
Ungebundene Lebensversicherung
Ausstiegsentschädigung
Grundstücksfläche
Unterhalt
Bauzone
   
Verkehrswert
Belehnung
Hypothek
Verwaltungsreglement Stockwerkeigentum
Bruttogeschossfläche
Indirekte Amortisation
Vorbezug 2. oder 3. Säule
Bürgschaft
Kalkulatorischer Zinssatz
Kapitalmarkt
Direkte Amortisation
Katasterplan
Eigene Arbeiten
Kaufpreis
Wertvermindernde Servitute
Eigene Mittel
LIBOR
Wohnrecht zugunsten
Einstiegsentschädigung
Liborhypothek
Zinsen/Amortisationen anderer Verbindlichkeiten
Familienwohnung

Mietzinsüberschuss netto
Zustand des Objektes
   
Nettowohnfläche

Begriffe Erklärung Beispiel
1. Hypothek
Die Belehnung liegt imRahmen der 1. Hypothek, wenn die Bank 65% der Liegenschaft finanziert hat oder weniger, der Eigentümer entsprechend 35% oder mehr.
Bei einem Kaufpreis von 1'000'000 CHF beträgt die 1. Hypothek 650'000 CHF, die 2. Hypothek bis zu 150'000 CHF.
2. Hypothek
Die Belehnung liegt im Rahmen der 2. Hypothek, wenn die Bank zwischen 65% und 80% der Liegenschaft finanziert hat, der Eigentümer entsprechend 20% oder mehr. Aufgrund der höheren Belehnung und dem damit verbundenen höheren Verlustrisiko, ist der Hypothekarzins höher als bei 1. Hypotheken.
Bei einem Kaufpreis von 1'000'000 CHF beträgt die 1. Hypothek 650'000 CHF, die 2. Hypothek bis zu 150'000 CHF.
2. Säule
= Pensionskasse
Sie können Ihre angesparten Pensionskassengelder zur Finanzierung con selbstgenutztem Wohneigentum einsetzen. Den verfügbaren Betrag finden Sei in Ihrem Penisonskassenausweis oder fragen Sie ihn bei Ihrer Pensionskasse an.
3. Säule
= private Vorsorge bei Banken oder Versicherungen
Sie können Ihre Ersparnisse aus der Selbstvorsorge zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum einsetzen. Der Bezug von Geldern ist alle 5 Jahre möglich.

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Amortisation
Rückzahlung eines Kredits in Teilbeträgen, in der Regel 1% der Hypothek (siehe auch direkte Amortisation und indirekte Amortisation).
Bei einer Hypothek von 400'000 CHF beträgt die Amortisation 4000 CHF pro Jahr.
Ausbaustandard
Welche Qualität haben die verwendeten Materialien und die Ausstattung? Gibt es bauliche oder materielle Besonderheiten der Wohnräume, Küche, Nasszellen, Boden- und Wandbeläge?
Cheminée, Schwedenofen, elektrische Storen, Anzahl Nasszellen, verwendetes Material (z.B. Marmor), Anzahl Einbauschränke, vorhandene Geräte (z.B. Abwaschmaschine, Waschmaschine/Tumbler)
Ausgleichzahlung
Beim Ein- und Ausstieg in eine Hypothek ergibt sich eine Einstiegs- bzw. Ausstiegsentschädigung zugunsten bzw. zulasten des Kunden. Sie gleicht die Differenz zwischen dem Basiszinssatz des Portfolios und dem aktuellen Marktzins aus.
Wenn der Basiszinssatz des Portfolios tiefer ist als der aktuelle Marktzins bezahlt der Kunde eine Einstiegsentschädigung, um in das günstige Portfolio einzusteigen; würde er zur gleichen Zeit aussteigen, erhielte er einen Ausstiegsentschädigung.
Ausstiegsentschädigung
siehe Ausgleichszahlung

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Bauzone
Gemeinden teilen Ihr Gebiet im Planungs- und Baugesetz in Zonen, die die Nutzung der darin liegenden Grundstücke grundsätzlich bestimmen.
Kernzone, Wohnzone Industrie- und Gewerbezone, Zone für öffentliche anlagen, Freihaltezone, übriges Gemeindegebiet.
Belehnung
Verhältnis zwischen Hypothek und Verkehrswert bzw. Kaufpreis einer Liegenschaft in Prozenten.
Bei einem Kaufpreis von 1'000'000 CHF und einer Hypothek von 700'000 CHF beträgt die Belehnung 70%.
Bruttogeschossfläche
Nettowohnfläche plus Fläche aller Mauerquerschnitte (Grundrissflächen der Innen- und Aussenwände), nicht zu verwechseln mit der Geschossfläche (GF).
Bürgschaft
Vertragliche Verpflichtung des Bürgen, für die Bezahlung der Schuld eines Dritten einzustehen.
Sie haben die Bürgschaft für das Autoleasing Ihres Sohnes übernommen.

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Direkte Amortisation
Die Höhe Ihrer Hypothek sinkt mit jeder Zahlung. Selbst unter Berücksichtigung der etwas tieferen Zinszahlungen fahren Sie dank der steuerlichen Vorteile in der Regel besser mit der indirekten Amortisation (siehe indirekte Amortisation).

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Eigene Arbeiten
Bau- und Umbauarbeiten, welche der Käufer des Hauses bzw. dessen Familie und Freunde selber leisten.
Eigene Mittel
Gelder, die der Käufer selbst zur Finanzierung einer Liegenschaft aufbringt. Die eigenen Mittel werden bar bezahlt und sollten rund 20% des Kaufpreises betragen. Sie stammen normalerweise aus Ersparnis, Erbschaft oder 3.-Säule-Geldern.
Bei einem Kaufpreis 1'000'000 CHF und eigenen Mitteln von 200'000 CHF finanziert die Bank 800'000 CHF.
Einstiegsentschädigung
siehe Ausgleichszahlung

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Familienwohnung
Wohneigentum, das die Familie bewohnt und das deshalb durch das Gesetz besonders geschützt ist. Deshalb bedarf es bei Kauf, Finanzierung, Verkauf z.B. der Zustimmung beider Ehegatten.
Fremde Darlehen
Geld, das durch Dritte zur Verfügung gestellt wird.
Die Eltern stellen für den Hauskauf Geld zur Verfügung, das Sie zurückbezahlen müssen (mit oder ohne Zinsen).

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Gebäudevolumen
Das Gebäudevolumen (=Kubatur oder umbauter Raum) finden Sie im Auszug der kantonalen Gebäudeversicherung, in Plänen, Verkaufskokumentationen oder dem Grundbuchauszug.
Gebundene Lebensversicherung
Eine gebundene Lebensversicherung dient der Vorsorge und wird deshalb steuerlich begünstigt (Beiträge können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden). Dafür ist die Verwendung der einbezahlten Gelder nicht unbeschränkt möglich (z.B. Bezug erst nach Erreichen des Pensionierungsalters).
Geldmarkthypothek/Liborhypothek
Der Geldmarkt ist ein Markt für kurzfristige Finanzierungsmittel mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten.

Bei einer Geldmarkthypothek wird der Zins vierteljährlich angepasst. Dieser basiert auf dem LIBOR für dreimonatige Gelder. Zudem wird ein Maximalzins vereinbart.
Grundbuchauszug
Enthält genaue Angaben zu einer iegenschaft, z.G. Eigentümer, Kaufdatum, Parzellennummer, Servitute.
Grundstücksfläche
Anteil des Grundstückes (=Parzelle), der gemäss Zonenordnung Bauland ist, inkl. der Fläche, die das Bauwerk beansprucht. Meistens ist die Grundstücksfläche gleich dem Baulandanteil. Keinen Baulandstatus haben z.B. Parks, Schutzgebiete, Wald- und Landwirtschaftszonen.

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Hypothek
Vereinfacht gesagt ist eine Hypothek die gängige Form der Finanzierung einer Liegenschaft, wobei die Liegenschaft der Bank als Sicherheit dient.
Bei einem Kaufpreis von 1'000'000 CHF und eigenen Mitteln von 200'000 CHF finanziert die Bank 800'000 CHF. Damit haben Sie eine Hypothek von 800'000 CHF aufgenommen.

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Indirekte Amortisation
Nur möglich bei selbstbewohnten Objekten. Statt Ihre Hypothek direkt zurückzuzahlen, investieren Sie in Ihr Fiscainvestkonto (3. Säule). Damit steigt Ihr Vorsorgeguthaben, während der Hypothekarbetrag gleich bleibt. So sorgen Sie fürs Alter vor und sparen Steuern. Denn Sie können diese Rückzahlung sowie die vollen Hypothekarzinsen vom steuerbaren Einkommen (inkl. Eigenmietwert) abziehen. Das Geld vom  Fiscainvestkonto können Sie jederzeit beziehen, um Ihre Hypothek damit zurückzuzahlen (siehe auch Amortisation und direkte Amortisation).

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Kalkulatorischer Zinssatz
= über die nächsten Jahre durchschnittlich erwarteter Zinssatz
Mit Ihrem Eigenheim investieren Sie in die Zukunft. Die  rechnet mit einem kalkulatorischen Zinssatz, denn die Finanzierung soll auch in Hochzinsphasen für Sie tragbar sein. Die tatsächlichen Zinskosten können von den kalkulatorischen abweichen.
Der Zinssatz der von Ihnen gewünschten Hypothek beträgt 4.75%, die Belastung wird aber mit dem kalkulatorischen Zinssatz von 5.25% berechnet.
Kapitalmarkt
Der Kapitalmarkt ist ein Markt für mittel- und langfristige Anlagen ab 1 Jahr
Katasterplan
Enthält Strassen, Parzellengrenzen, Gebäude. Wird vom Grundbuchamt bei jeder Veränderung der Liegenschaft nachgeführt.
Kaufpreis
Im Kaufpreis nicht enthalten sind allfällige Transaktionskosten wie Steuern oder Gebühren der öffentlichen Hand.

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LIBOR
Der Libor oder die London Interbank Offered Rate ist der Geldmarktsatz, zu dem eine Bank einer anderen erstklassigen Bank Depositen offeriert. Er dient als Richtsatz. Für die Hypothek wird jeweils der am viertletzten Londoner Bankarbeitstag eines Quartals fixierte Satz verwendet.

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Mietzinsüberschuss netto
Einnahmen aus der Vermietung einer Ihnen gehörenden Liegenschaft abzüglich den Kosten dieser Liegenschaft (Hypothekarzins, Nebenkosten, Unterhaltskosten).
   
     

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Nettowohnfläche
Bodenfläche der Räume, die ganzjährig bewohnt werden (inkl. Küche, Bad/Dusche, WC, Korridore und Treppen innerhalb der Wohnung, einzelne Zimmer/Dachzimmer im selben Gebäude; ohne Balkone, Terrassen, Loggien, Waschküchen, Saunen, Estrich- und Kellerräume, Abstellräume, Schutzräume und Kehrrichträume).
Nutzniessung zugunsten
Eine im Grundbuch bezeichnete Person hat für die dort festgelegte Dauer das Recht auf Erträge aus der Vermietung der Liegenschaft. Sie muss aber häufig auch die Unterhaltskosten bezahlen.
Die Eltern haben Ihren Kindern das Eigentum an einer Liegenschaft bereits übertragen, haben aber noch das Nutzniessungsrecht.
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SIA
Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Der SIA gibt ein für die Branche massgebendes Normenwerk, Empfehlungen, Richtlinien etc. heraus.
Situationsplan
Zeigt die Lage eines Grundstücks und der Gebäude in der entsprechenden Gemeine, Strasse etc.
Standortqualität
Wie beurteilen Sie die Lage Ihrer Liegenschaft innerhalb Ihrer Gemeinde bzw. innerhalb Ihres Stadtquartiers bezüglich:
Imagewert (Beliebtheit, Prestigegehalt der Wohnlage, gesellschaftlichen Umfeldes), Aussicht, Besonnung (z.B. Nord- oder Südlage), Lärmsituation. Am einfachsten ist das Ausschlussprinzip: Zählt der konkrete Standort zu den besten/attraktivsten oder zu den wenig attraktiven?

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Tragbarkeit
Belastung eines Einkommens durch die Ausgaben für die Liegenschaft in Prozenten.
Bei einem Bruttoeinkommen von 80'000 CHF und total Kosten von 22'000 CHF (=Hypozinsen 15'000 + Amortisation 3000 + Nebenkosten 4000) beträgt die Tragbarkeit 27.5%.

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Ungebundene Lebensversicherung
Die Verwendung der in eine ungebundene Lebensversicherung einbezahlten Gelder ist frei. Dafür sind die Beiträge auch nicht steuerlich begünstigt.
Unterhalt
Kosten für Arbeiten, die den guten Zustand einer Liegenschaft erhalten.
Renovationen, Reparaturen, Garten

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Verkehrswert
Von Experten geschätzter Wert, der den Marktwert widerspiegelt.
Preis, zu dem Sie Ihre vor einigen Jahren erworbene Wohnung heute wahrscheinlich verkaufen könnten.
Verwaltungsreglement Stockwerkeigentum
Bestimmungen über die gemeinschaftliche Verwaltung und Benutzung der gesamten Liegenschaft sowie eine Aufzählung der Rechte und Pflichten der Stockwerkeigentümer.
Vorbezug 2. oder 3. Säule
siehe 2. Läule bzw. 3. Säule

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Wertvermindernde Servitute
Im Grundbuch vorgemerkte Belastung eines Grundstücks, die dessen Wert vermindert. Nicht darunter fallen Weg- und Zugangsrechte oder Durchleitungsrechte (z.B. für Wasser-, Gas- oder Elektroleitungen).
Grenz- und Näherbauvorschriften, Auflagen des Denkmal- und Ortsbildschutzes, Nutzniessungs- und Wohnrechte und Bauverbote
Wohnrecht zugunsten
Eine im Grundbuch bezeichnete Person hat für die dort festgelegte Dauer das Recht, in der Liegenschaft zu wohnen.
Lebenslanges Wohnrecht der Ehefrau des verstorbenen Hausbesitzers.

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Zinsen/Amortisationen anderer Verbindlichkeiten
Bitte geben Sie hier Ihre Zins- und Amortisationskosten an, wenn Sie Kredite oder Darlehen aufgenommen oder eine Bürgschaft übernommen haben.
Sie haben bei der Prokredit in St. Gallen einen Konsumkredit über 12'000 CHF ohne Sicherheiten und zahlen jährlich 2500 CHF zurück.
Zustand des Objektes
Neuwertig sind Liegenschaften, die noch nicht älter als 4 Jahre sind. Bei älteren Liegenschaften werden Innenzustand (Küche, Bad, Wände, Böden, Einbauten) und Aussenzustand/ Gebäudesubstanz (u.a. Fassade, Dach, Fenster) beurteilt.

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